2015-05-14

Lighthouse Graphic from www.openclipart.org/detail/23871 Kaum hat das neue Jahr begonnen, arbeite ich auch schon an der nächsten m23-Version, die als große Neuerung generische Unterstützung für quasi beliebige Linux-Distributionen mitbringen wird.

Die Unterstützung wird dadurch erreicht, daß die Installation der Distribution mittels eines vorkonfigurierten komprimierten Archivs geschieht. Somit entfällt die Verwendung eines distributionsspezifischen Werkzeugs à la debootstrap oder rpmstrap zum Aufspielen eines minimalen Systems. Ein ähnliche Routine wird bereits jetzt verwendet, um die Installation von Ubuntu mit m23 zu beschleunigen.

Die Vereinfachung geht aber noch weiter: Um die Unterschiede der Distributionen vor m23 zu verbergen, gibt es ein zu der jeweiligen Distribution passende Admnistrationsanwendung, die einen einheitlichen Befehlssatz für alle administrativen Aufgaben enthält. Somit ist es nicht mehr nötig, daß m23 "weiß", wie ein bestimmter Paketmanager funktioniert und wie dieser zu benutzen ist. Ob dieser Paketmanager nun yum, APT oder etwas anderes ist, ist nicht mehr entscheidend. Auf jedem System lautet der Befehl zum Aktualisieren der Paketliste "m23HSAdmin pkgUpdateCache" oder zum Installieren von "mc" "m23HSAdmin pkgInstall mc". Auch für weitere administrativen Aufgaben wie das Einrichten des Netzwerkes, das Installieren eines Bootmanagers oder das Festlegen der Systemsprache gibt es entsprechende Befehle, die die nativen Tools der Distribution ansteuern.

Dieser generische Ansatz hat allerdings auch Nachteile: Da der Paketmanager nur noch direkt auf dem m23-Client läuft, kann der m23-Server nicht mehr selbstständig installierbare zum Client passende Pakete suchen. Damit auch weiterhin Pakete in der m23-Oberfläche gesucht und aufgelistet werden können, muß der betreffende m23-Client laufen, da dieser die Suchanfrage entgegennimmt und das Ergebnis an den m23-Server übermittelt. Ähnlich wird auch bei den Vorschauen verfahren.

Derzeit arbeite ich parallel an m23HSAdmin für Fedora 14, der Funktions-API für den m23-Server und den Anpassungen der m23-Oberfläche. Daß ich mich für Fedora entschieden habe, war mehr oder weniger Zufall, da ich bis jetzt keine Erfahrungen mit dieser Distribution gesammelt hatte. Letztendlich hätte es auch jede andere Distribution sein können, die sich weit genug von Debian unterscheidet, denn ansonsten würde das ganze ja keinen Spaß machen ;-)

Sollten Fedora-Spezialisten dies lesen, so bitte ich Euch, zu überprüfen, ob meine Bemühung für die Erstellung der Fedora-Admnistrationsanwendung so in Ordnung sind oder ob noch Verbesserugsbedarf besteht. Die jeweils aktuelle Version m23HSAdmin-fedora14 findet Ihr in der Versionsverwaltung. Schreibt mir einfach, wenn es etwas zu korrigieren und zu optimieren gibt :-)

Bei der Unterstützung weiterer Distributionen werde ich aber auf Euch setzen. Auch wenn es mal ganz interessant ist, sich mit anderen Distributionen zu beschäftigen, ist die Einarbeitung in eine neue Distribution sehr zeitaufwendig. Daher suche ich alle, die Ihre Lieblingsdistribution auch mit m23 installier und administrierbar machen möchten und bereit sind, das zugehöre (in BASH geschriebene) m23HSAdmin zu entwickeln. Wer Interesse hat, melde sich einfach bei mir :-)

Viel Spaß!