04.06.2019
Desktopumgebungen<br>
	von Linux Mint 19 und 19.1
Desktopumgebungen
von Linux Mint 19.x

Mit Linux Mint 19 und 19.1 stoßen gleich zwei weitere Distributionen zur Liste der mit m23 installierbaren Distributionen hinzu. Mit dabei sind jeweils drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen. Neben diesen direkt sichtbaren Neuerungen wurde viel Zeit auf das m23-autoTest-Framework zum automatischen Testen von m23 und der so gefundenen Fehler verwendet. Weitere Baustellen waren die Überarbeitung des MDKs (m23 Development Kits) und sehr viele kleinere Verbesserungen. Die Fülle der Neuerungen hätte sogar für zwei oder drei m23-Versionen gereicht.

LinuxMint 19 und 19.1

Ab dieser Version unterstützt m23 auch Linux Mint in den Versionen 19 Tara und 19.1 Tessa als zusätzliche Clientdistributionen inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Cinnamon und Xfce. Mit m23 können die Clients als 64- und 32-Bit-Variante – unabhängig vom Desktop – installiert werden.

m23-autoTest

Diese m23-Version ist die wahrscheinlich mit Abstand am besten getestete Version in der Geschichte von m23 überhaupt. Möglich machte dies das neue m23-autoTest-Framework zum automatisierten Testen von m23. Mit diesem konnten erstmals – in zahllosen Testdurchläufen – Kombinationen von m23-Servern auf verschiedenen Plattformen (Debian 9 und 8 (jeweils 32- und 64-Bit), UCS 4.3, UCS 4.4, lokales m23-Entwicklungssytem, Raspberry Pi, m23-Installations-ISO) mit m23-Clients aller unterstützten Clientdistributionen systematisch untersucht werden. So konnten auch Fehler gefunden werden, die nur sehr sporadisch auftreten.

m23-autoTest

m23-autoTest simuliert hierbei das Verhalten eines menschlichen Administrators durch Fernsteuerung (Selenium) der m23-Weboberfläche. So geschieht z.B. das Anlegen von m23-Clients, das Partitionieren und Formatieren oder das Installieren von Distributionen mit grafischen Oberflächen über das automatische Ausfüllen der Formulare in den dazugehörigen Dialogen.

Ein Testdurchlauf beinhaltet die Installation eines m23-Servers und (aktuell) 18 durch diesen installierten m23-Clients. Pro Distribution werden zwei Clients als 32- und 64-Bit-Variante mit zufällig ausgewählten Desktops und abwechselnd mit deutschen, englischen und französischen Spracheinstellungen installiert.

Alle Test werden – für eine schnelle Durchführung und Wiederholbarkeit – in virtuellen Maschinen vorgenommen. Über diverse Meßpunkte (z.B. Meldungen auf dem Bildschirm der VM, die durch Texterkennung identifiziert werden, Nachrichten in der m23-Oberfläche oder Rückgabewerte von in der VM ausgeführten Kommandos) wird laufend der Installationstatus überprüft und bewertet. Diese Informationen ermöglichen es m23-autoTest, auf Ereignisse z.B. mit simulierten Tastendrücken oder Aktionen in der m23-Weboberfläche zu reagieren. Im Falle von kritischen Fehlern (z.B. nichtlaufende Serverdienste) kann m23-autoTest den Testlauf auch ganz abbrechen. Für die anschließende Analyse wird der Bildschirm der VM in einer Videodatei aufgezeichnet, sowie ein Installationsprotokoll geschrieben, welches im Debug-Modus viele zusätzliche Informationen enthält.

Auch wenn der Funktionsumfang auf die Belange von m23 ausgerichtet ist, könnte m23-autoTest dennoch für andere Projekte nützlich sein. Weitere Informationen (zur Installation und Konfiguration der m23-autoTest-Umgebung, zum Schreiben von eigenen XML-Testbeschreibungsdateien, einen Videomitschnitt einer automatisierten Testinstallation, etc.) findet Ihr auf goos-habermann.de.

MDK (m23 Development Kit)

Das MDK wurde an vielen Stellen – insbesondere im Bereich der Erstellung von Bootmedien und deren Komponenten – deutlich verbessert:
  • Das Kompilieren des Linux-Kernels und BusyBox als 64-Bit-Version funktioniert nun auch wieder auf einem 32-bittigen m23-Server und umgekehrt.
  • Die eingebaute Dokumentation wurde aktualisiert und ergänzt.
  • Beim Erstellen der Bootmedien für m23-Clients oder -Server sollten nun alle benötigten Bibliotheken gefunden und eingebunden werden.
  • Die Software der Bootmedien wird nun aus Debian 8 und 9 zusammengestellt. Paketquellen und Pakete, die sich auf ältere Debian-Versionen bezogen, wurden entfernt.
  • Zusätzliche Meldungen sorgen nun für das leichtere Entdecken von Fehlern.

Korrekturen

  • Die Uhrzeit wird nun zwischen m23-Client und m23-Server – vor dem Aufbau von SSL-Verbindungen – abgeglichen. Desweiteren beginnt die Gültigkeit von neuen SSL-Zertifikaten am 1.1.2019. Dies soll Probleme mit SSL-Zertifikaten vermeiden, die z.B. bei abweichenden Zeitzonen auftreten könnten.
  • Beim Herunterladen des minimalen Distributionsarchives vom m23-Server auf den m23-Client lieferte der m23-Server bei Tests mit m23-autoTest – in sehr seltenen Fällen – statt des gewünschten Archivs die dazugehörige Signaturdatei aus. Eine neue Routine sorgt nun für die clientseitige Überprüfung des Archiv und ggf. für eine Wiederholung des Downloads bis ein gültiges Archiv empfangen wurde.
  • Zum Aufbau einer HTTPs-Verbindung werden mehr Zufallswerte benötigt, als beim Start vorhanden sind. Dies führte dazu, daß mehrere Minuten vergehen konnten, bis die Verbindung zustande kam. Durch Verwendung von haveged wird der Vorrat an vorhandenen Zufallswerten schneller aufgefüllt, was zu einem deutlich beschleunigten Start der Installation führt.
  • Der Prozentwert des Statusbalkens für den Fortschritt der Clientinstallation wird nun korrekt berechnet und angezeigt.
  • Der "Client ändern"-Dialog funktioniert nun auch mehrfach hintereinander mit verschiedenen Clients.

Kleinigkeiten

  • Der "Client-Echtzeit-Status" kann nun auch sehr große Protokolldateien anzeigen.
  • Um Probleme mit dem Abholen von Aufträgen vom m23-Server zu umgehen, die durch das verspätete Starten des Netzwerkes durch systemd entstehen können, wird der m23-Server nun solange angepingt, bis dieser antwortet und erst dann der Auftrag angefragt.
  • Der Linux-Kernel der Bootmedien wurde auf Version 4.9.170 aktualisiert.
  • Skripte, die anderen Benutzern zur Verfügung gestellt werden, werden nun per HTTPs übertragen.
  • Die Hardwaredatenbank wird nun mit aktualisiertem convert_hd erstellt.
  • Mehrfach vorkommender Code zum Abfragen von Serverinformationen (wie IP, Netzwerkmaske, Apache-Benutzer, etc.) wurde in BASH-Skripte verschoben, die an den ursprünglichen Stellen aufgerufen werden.
  • Ein neues automatisches Partitionsschema, das in den ersten 500GB einer Festplatte Partitionen für System, Swap und Daten anlegt, wurde hinzugefügt.
  • Das Sicherungsskript m23Backup speichert nun die IP des gesicherten m23-Servers.
  • Das Wiederherstellungsskript m23Restore tauscht, wenn m23 auf UCS installiert wurde, beim Wiederherstellen der Datenbank alle Vorkommen der gesicherten m23-Server-IP durch die aktuelle IP aus.
  • Sollte der m23-Client nach dem Starten von einem Bootmedium keinen gültigen Auftrag vom m23-Server zugewiesen bekommen, so fragt der Client nun nach Netzwerkeinstellungen.
  • Die Client-Kerberos-Konfiguration wurde so angepaßt, daß diese auch mit UCS 4.3/4 funktioniert.
  • Am Quelltext wurden viele Verbesserungen vorgenommen, die für weniger Warnungen in den Protokolldateien sorgen.
  • Fehlermeldungen und Warnungen (z.B. beim Start von Serverdiensten oder dem erneuten Anlegen von Tabellen), die beim Installieren der m23-Pakete auftreten, werden nun in die Datei /m23/log/m23PostinstNonCriticalErrorMessages.log umgeleitet. Diese Meldungen sind aus Sicht von m23 nicht kritisch oder ein Zeichen für eine vorherige erfolgreiche Konfiguration, sorgen aber hin und wieder für Verwirrung.
  • Die m23-Weboberfläche und die Nachrichten auf den Bildschirmen der m23-Clients erfuhren an einigen Stellen leichte Verbesserungen wie den korrekte Status von zu installierenden Paketen oder farblich hervorgehobene Nachrichten beim Booten von m23-Clients.
  • Der Squid-Proxy verzögert das Herunterfahren des m23-Servers nun nur noch maximal 5 Sekunden.
  • Dialoge zum Konfigurieren von Ubuntu-18.04-Paketen, die debconf-Dialoge enthalten, wurden zur m23-Oberfläche hinzugefügt.
  • Mit m23 können die ausgelaufenen Distributionen Linux Mint 17.1 Rebecca, Linux Mint 17.2 Rafaela, Linux Mint 17.3 Rosa, devuanjessie, trusty, HS-Fedora14, HS-opensuse11.4, HS-centos62, Ubuntu 12.04 Precise und Debian 7 Wheezy nun nicht mehr installiert werden. Beim Entfernen dieser Distributionen aus m23 wurden auch die dazugehörigen debconf-Konfigurationsdialoge gelöscht.
  • Ebenfalls entfernt wurde das Pluginsystem für Erweiterungen der m23-Oberfläche, das aus den Anfangstagen von m23 stammt und – soweit bekannt – nicht verwendet wurde. Einen Ersatz gibt es seit m23 16.3 mit m23customPatch.
  • Die automatische Erkennung passender Grafikeinstellungen sollte nun unter allen Distributionen deutlich präziser arbeiten.
  • Der m23 Fern-Administrations-Service wurde aus der Menüleiste der m23-Oberfläche entfernt.
  • Ein neuer Fragebogen zum Eintragen Eurer m23-Referezen wurde erstellt. Ein Link zu diesem wird in der Kopfzeile der deutschen m23-Weboberfläche angezeigt.
  • Beim Installieren des m23-Servers vom m23-Installations-ISO wird nicht mehr versucht, die Virtualisierungsumgebung mitzuinstallieren. Bei Bedarf kann das dafür zuständige Paket m23-vbox per Hand nachinstalliert werden.

m23-Clients und Abbilddateien

Die Möglichkeiten zum Erstellen von Abbilddateien und dem Installieren von m23-Clients aus diesen wurde stark überarbeitet. Hierbei wurden auch Funktionen entfernt, die zu keinem brauchbaren Clientzustand führten.
  • Statt eines gesicherten Quell-MBRs wird nun immer grub verwendet.
  • Es stehen nur noch Partitionen (und keine ganzen Festplatten) als Abbildquelle und -ziel zur Verfügung, da das Installieren von Festplattenabbildern häufig zu Fehlern führte.
  • Beim Wiederherstellen eines Partitionsabbildes wird das Dateisystem (sofern die Zielpartition größer als Originalpartition ist) automatisch vergrößert. Ext-Dateisysteme werden nun im eingehängten Zustand vergrößert.
  • partcloneWrapper erkennt die Dateisysteme nun wieder und wählt beim Erstellen automatisch das passende und platzsparendste Abbilddateiformat.
  • Zum Komprimieren von Abbilddateien steht eine gzip-Variante bereit, die weniger platzeffizient, dafür aber schneller arbeitet.
  • m23-Clients, die aus Abbildern installiert werden, werden nur noch leicht durch m23 angepaßt, anstatt wie vorher die komplette Konfiguration von Debian oder Ubuntu zu durchlaufen. Hierbei wird die Distributionsgrundlage (auch unter Linux Mint) erkannt und die passenden Routinen aufgerufen. Eine Auswahl der Distribution in der m23-Oberfläche entfällt.
  • Die Paketquellenlisten (auch /etc/apt/sources.list.d/*.list) des m23-Clients werden nun an den m23-Server übertragen und mit vorhandenen Listen abgeglichen. Somit können nun auch Paketinstallationen über die m23-Oberfläche vorgenommen werden.
  • Nun wird eine Warnung beim Auswählen der "Imaging"-Pseudodistribution angezeigt, da die Verwendung von Abbildern die technisch anspruchsvollste Variante ist, um einen m23-Client zu installieren. Ob diese im Einzelfall zu einem funktionierenden m23-Client führen wird, ist vorher ungewiß.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Achtung: Paketquellenserver für m23-spezifische Pakete ist jetzt "deb http://m23inst.goos-habermann.de ./". Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als RaspberryPi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

23.05.2019
Desktopumgebungen<br>
	von Ubuntu 18.04
Desktopumgebungen
von Ubuntu 18.04

Mit Ubuntu 18.04 LTS "Bionic Beaver" stößt eine weitere Distribution zur Liste der mit m23 installierbaren Distributionen hinzu. Mit dabei sind auch wieder eine Reihe von vorkonfigurierten Desktopumgebungen. Für die Freunde des Univention Corporate Servers gibt es zudem eine gute Nachricht, denn die m23-App ist jetzt auch für UCS 4.3 über das Univention App Center verfügbar. Und natürlich gab es wieder einige kleinere Verbesserungen.

Ubuntu 18.04

Ab dieser Version unterstützt m23 auch Ubuntu 18.04 LTS als zusätzliche Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind gleich 7 vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Gnome 3, LXDE, Budgie, KDE, Xfce sowie ein auf Gnome aufbauender Ubuntu-Desktop. Die Desktopkonfigurationsänderungen durch m23 am Standard-Desktop von Ubuntu beschränken sich auf das Entfernen des Shopping-Icons unter dem Ubuntu-Desktop und die Deaktivierung des Erstinstalltionsdialoges von Gnome. Mit m23 können die Clients als 64- und 32-Bit-Variante – unabhängig von Desktop – installiert werden.

Virtualisierung

Die in m23 integrierte VirtualBox-basierte Virtualisierung wurde an einigen Stellen verbessert und leicht angepaßt. Über m23 angelegte virtuelle Maschinen (VMs) können nun auch auf einem Hostsystem laufen, das als Distribution Ubuntu 18.04 verwendet. Neu ist die Option zur Auswahl der CPU-Architektur beim Anlegen einer VM über die m23-Oberfläche, sodaß neben 64-Bit-VMs auch 32-Bit-Pendants angelegt werden können. Zudem werden in der m23-Oberfläche nun immer – unabhängig vom Zustand der VM – die Zugangsdaten für den Zugriff auf die m23-VM-Konsole angezeigt. Ein Hinweis informiert jetzt darüber, wenn die Virtualisierungssoftware bereits auf einem m23-Client eingerichtet wurde.

m23-App für UCS 4.3

Ab dieser m23-Version ist die m23-App auch für UCS 4.3 verfügbar. Im Gegensatz zu m23-Servern, die nativ auf Debian (oder Raspbian) laufen, bleibt der Funktionsumfang von m23 unter UCS weiterhin leicht eingeschränkt, da es ansonsten zu Kollisionen mit UCS-eigenen Diensten kommen könnte. Freigeschaltet ist ab jetzt aber zusätzlich die Möglichkeit, die Nutzerverzeichnisse von m23-Clients auf einem zentralen NFS-Server abzulegen.

Oberflächenänderungen

Die m23-Oberfläche erfuhr ein paar Änderungen, um m23-Administratoren deutlichere Hinweise zum aktuellen Zustand des m23-Systems zu geben oder den Umgang mit m23 anderweitig zu optimieren.
So werden bei den Auswahldialogen für Client-Gruppen und mitzuinstallierende Paketzusammenstellungen gewählte Elemente nun zusätzlich durch Auswahlkästchen (mit und ohne Kreuz) visualisiert. In der Clientübersicht ist nun "Aufträge wiederholen" als zusätzliche Wiederherstellungsvariante verfügbar, womit gleich eine ganze Reihe von Clients neu aufgesetzt werden können. Beim Anlegen eines Clients kann die MAC-Adresse jetzt auch Doppelpunkte erhalten, womit das direkte Kopieren aus anderen Softwarelösungen vereinfacht wird. Die Doppelpunkte werden im Browser per JavaScript oder beim Anlegen auf dem m23-Server herausgefiltert. Im Kontrollzentrum gibt es ein Icon zum Einrichten des Clients. Der Dialog für die Paketinstallation wurde um einen Hinweis zum Aktualisieren des Paketindexes erweitert, der angezeigt wird, wenn nach einer Suche keine passenden Pakete gefunden werden konnten. Der Suchdialog zeigt einen Informationstext, wenn die Suchanfrage ungültige Zeichen enthielt. Zudem wurden Warteanimationen bei der Suche und beim Aktualisieren der Kernelliste hinzugefügt.

Kleinigkeiten

Während des Formatierens mit ext4 wird das Feature "metadata_csum" deaktiviert, da es bei älteren fsck-Versionen zu einem Abbruch der Überprüfung führt. Der m23-Server löscht nun regelmäßig zwischengespeicherte APT-Paketlisten, die zum Suchen von Paketen für den jeweiligen m23-Client verwendet werden. Hiermit wird das langsame Vollaufen von (kleinen) Festplatten – wenn sehr viele Rechner mit m23 verwaltet werden – verhindert. Sollte ein Rechner als m23-Client verwendet werden, der ein stark abweichendes BIOS-Datum (z.B. aufgrund defekter CMOS-Batterie) hat, so konnte es zuvor während der Betriebssysteminstallation zu SSL-Zertifikatsproblemen kommen. Am Beginn der Installation holt sich der m23-Client nun die Uhrzeit vom m23-Server und paßt seine eigene – bei stärkerer Abweichung – an. m23 deaktiviert außerdem den systemd apt-daily.timer, der ggf. mit Installationsaufträgen von m23 kollidieren könnte. Die Grundinstallation wurde um die Pakete "command-not-found" und "bash-completion" ergänzt, die auf der Kommandozeile für mehr Komfort sorgen. Die insbesondere bei langsamen Internetverbindungen langwierigen Paketsuchen sollten ab jetzt deutlich schneller sein. Aufgrund eines Fehlers wurde der Paketindex bei jedem Suchvorgang erneut heruntergeladen. Nun wird (wie geplant) der bereits heruntergeladene Paketindex solange verwendet, bis dieser veraltet ist oder manuell aktualisiert wird. Beim Aktualisieren des Paketindexes im Paket-Architekten war vorher nicht immer sichergestellt, daß nur die wirklich neueste Version eines Debian-Paketes erhalten blieb. Die neue Sortierfunktion sollte auch ungewöhliche Paketbenennungen berücksichtigen und dementsprechend die wirklich älteren Pakete löschen.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Achtung: Paketquellenserver für m23-spezifische Pakete ist jetzt "deb http://m23inst.goos-habermann.de ./". Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als RaspberryPi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

16.01.2018
Geschwindigkeitsoptimierungen

Ab dieser Version unterstützt m23 auch LinuxMint 18.3 Sylvia mit den Desktopumgebungen Mate, Cinnamon, KDE und Xfce als zusätzliche Clientdistribution. Debian 9 Stretch und MariaDB sind nun Standard bei den m23-Installationsmedien. Hinzu kommen deutlich spürbare Geschwindigkeitsoptimierungen, eine verbesserte Hardwareunterstützung und viele Kleinigkeiten.

Geschwindigkeitsoptimierungen

Diese m23-Version bietet eine deutlich schnellere m23-Oberfläche. Möglich wurde dies durch Optimierungen an der Datenbank, die Daten um den Faktor 10 schneller verarbeitet und kleinere Änderungen wie das Setzen von Timeouts und das Verhindern von Mehrfachabfragen. Besonders auffällig ist der Geschwindigkeitszuwachs beim Aufbau der Clientübersichtsseite, insbesondere wenn viele Clients vorhanden sind. Als praktisches Profiling-Werkzeug ist nun Xhprof mit dabei, durch das sich feststellen läßt, wie lange die Ausführung einer jeden Funktion benötigt hat und wo noch weiteres Optimierungspotential vorhanden ist.

Bootmedien

Bootmedien erstellen
Bootmedien erstellen

Die Bootmedien für m23-Client und -Server basieren nun auf Debian 9 und dem Linux Kernel 4.9.54. Neu ist die Unterstützung von USB-Netzwerkkarten für Rechner, die keine eingebaute Netzwerkkarte besitzen. Bei m23-Clients wird zudem die Installation auf NVMe-SSDs unterstützt. Die Client-Bootmedien enthalten nun das Skript fetchJobManual, mit dem der m23-Server und die m23-Client-ID per Hand eingegeben werden können.

Oberflächenänderungen

Auf jeder Seite der m23-Oberfläche gibt es nun ein Hilfe-Icon, das zum Hilfetext springt. Die Seite "Boot-CD brennen" wurde kräftig überarbeitet und in "Bootmedien erstellen" umbenannt, da wohl nur noch die wenigsten m23-Server über einen Brenner verfügen dürften. Gleichzeitig wurde der Dialog zum Schreiben von Bootdisketten entfernt. Der Update-Dialog, mit dem die offiziellen m23-Pakete installiert werden, steht nun auch auf UCS-Systemen zur Verfügung. Über die neue Seite "Serverfunktionen" können optionale m23-Features aktiviert werden. So kann z.B. der Client-Online-Status zyklisch ermittelt und in der Client-Übersicht anzeigt werden. Neu ist auch die Anzeige der Client-ID in der Client-Übersicht. Im Client-Hinzufügen-Dialog können nun gleich mehrere Gruppen angegeben werden. Fällt ein Client in den kritischen Zustand, so wird im Kontrollzentrum automatisch der letzte Fehler aus dem Client-Protokoll angezeigt. Das Eselsohr zum Aufrufen des m23-Fragebogens wurde entfernt. Die Möglichkeit, verschlüsselte Serverbackups auf share-online.biz hochzuladen, wurde entfernt.

Kleinigkeiten

Für die m23-Kommandozeile gibt es ein neues Modul, um Unterschiede im Client-Datenbestand zwischen dem UCS-LDAP und der m23-Datenbank festzustellen. Mit dem Modul "DB_changeAllCollations" können die Felder aller Tabellen in der m23-Datenbank auf den Zeichensatz "latin1_general_ci" eingestellt werden. Und ein weiteres Modul sorgt für die massenweise Umstellung von IP-Adressen im UCS-LDAP und der m23-Datenbank. Beim MDM wird nun der rechenintensive Überblendeffekt der Diashow deaktiviert und Zeit zum Bildwechsel auf 5 Minuten erhöht. Das Skript "pool2ISO" wandelt eine über den Paketquellen-Architekten erstelltes Repository in eine ISO-Datei um, die als CD/DVD/Bluray gebrannt werden kann. Für Ubuntu 16.04 gibt es ein zusätzliches Desktopprofil, das einen minimales Unity in deutscher Sprache installiert.

Aktualisierungen

phpMyAdmin wurde auf die Version 4.7.6 aktualisiert. Die integrierte Virtualisierung funktioniert nun auch mit Gastgebern auf denen VirtualBox 5.x läuft, verwendet als Betriebssystemprofil "Debian_64" mit 32MB Videospeicher und schlägt 1GB RAM vor.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Achtung: Paketquellenserver für m23-spezifische Pakete ist jetzt "deb http://m23inst.goos-habermann.de ./". Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als Raspberry-Pi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

26.06.2017

Ab dieser m23-Version kann der m23-Server auf dem neuen Debian 9 Stretch installiert werden und m23-Clients mit Debian 9 installieren. Als weitere Client-Neuerungen kommen Erweiterungen bei Linux Mint 18.1 Serena und eine Vorschau auf Devuan 1 Jessie hinzu. Mit der neuen Funktion "Automatisches Update" könnt Ihr Eure m23-Clients zu vorgegebenen Zeitpunkten aktualisieren. Und natürlich gibt es wieder ein paar Änderungen und Verbesserungen.

Debian 9 + LinuxMint 18.1 + Devuan 1 Jessie

Cinnamon unter Debian 9
Cinnamon unter Debian 9

Insbesondere bei den Distributionen hat sich in dieser m23-Ausgabe einiges getan.
Der m23-Server ist nun erstmals auf dem jüngst erschienenen Debian 9 installierbar, was einige Anpassungen nötig machte. So verwendet m23 den MySQL-Fork MariaDB, wenn keine MySQL-Pakete verfügbar sind. Der m23-Quelltext wurde außerdem einigen Änderungen unterzogen, um diesen kompatibel zu PHP 7 zu machen und gleichzeitig einige inkonsistente und alte Code-Stellen zu "korrigieren", die unter vorherigen PHP-Versionen noch gültig waren. Dies betrifft unter anderem den Zugriff auf nicht initialisierte Array-Elemente und Variablen oder Klassenkonstruktoren im PHP4-Stil.
Bei m23-Clients mit Debian 9 gibt es wieder die bekannte Fülle von installierbaren Desktopumgebungen: Mate (optional in minimaler Variante mit nur unbedingt nötigen Paketen), Cinnamon, Gnome, KDE, LXDE und Xfce.

Bei Linux Mint 18.1 Serena sind nun die Desktopoberflächen KDE und Xfce für die Installation auf m23-Clients freigeschaltet. Zudem wird das mintupdate-Paket entfernt, da dieses vom m23-Server angestoßene Aktualisierungen verhindert, wenn bereits ein Zugriff auf die Paketdatenbank des Clients stattfindet. Ebenfalls entfernt wird tilda, welches durch Neubelegung von Tastenkombinationen einige Funktionen des Desktops unzugänglich macht. Unter dem Sitzungsmanager MDM wird die Benutzerliste nun ausgeblendet, was inbesondere bei vielen per LDAP eingebundenen Benutzerkonten die Übersichtlichkeit erhöht.

Der systemd-freie Debian-Fork Devuan hat in m23 als zusätzliche Clientdistribution den Status einer Vorschau. So konnten die Informationen zu verfügbaren Devuan-Paketen nicht immer durch den m23-Server heruntergeladen werden. Dies verhinderte dann die Kernelauswahl, was letztendlich den Start der Devuan-Installation unmöglich machte. Wer gern Devuan auf m23-Clients einsetzen oder beim Lösen des Problems helfen möchte, darf sich gern bei uns melden :-)

Automatisches Update

Automatisches Update
Automatisches Update

Die von vielen gewünschte Funktion zum automatischen und zeitgesteuerten Aktualisieren von m23-Clients hält nun Einzug in m23.
Nun könnt Ihr Eure m23-Clients regelmäßig zu festgelegten Zeiträumen auf den neuesten Stand bringen lassen. Im übersichtlichen Dialog legt Ihr fest, wieviele Clients gleichzeitig komplett (entspricht apt-get dist-upgrade) oder normal (entspricht apt-get upgrade) aktualisiert werden sollen. Hierbei stellt Ihr Update-Gruppen zusammen, die aus beliebig vielen Client-Gruppen bestehen und zu beliebig vielen Zeiträumen ausgeführt werden sollen.
Erfolgreiche und fehlgeschlagene Aktualisierungsversuche werden im Protokoll des jeweiligen Clients eingetragen.

Kleinigkeiten

Dieses Mal gab es gleich eine ganze Reihe Kleinigkeiten.

Aktualisierungen

So wurde in m23 eingebundene Software ebenfalls aktualisiert: phpLDAPadmin ist nun in der Version 1.2.3/git und phpMyAdmin in 4.6.6 über die m23-Weboberfläche verfügbar. Der Linux-Kernel, welcher für die Netzwerkbootimages und ISOs für m23-Client und -Server verwendet wird, liegt in Version 4.9.32 vor.

Komfortfunktionen

Bei den Paketzusammenstellungen wird die zuvor gewählte Zusammenstellung als Name für das Speichern einer neuen gesetzt, was inbesondere beim Ändern von bestehenden Zusammenstellungen praktisch ist. Für die Distributionen Debian Stretch und Ubuntu Xenial sind nun Paketkonfigurationsseiten in m23 enthalten, auf denen die debconf-Werte der jeweiligen Pakete gesetzt werden können. Die m23-Weboberfläche zeigt bei Fehlern während des Anlegens von Benutzerkonten im LDAP nun konkrete Fehlermeldungen (z.B. wenn das gewählte Paßwort zu kurz ist).

Sonstiges

Das Skript dem23Client.sh, welches einen m23-Client vom m23-Server löst, um diesen außerhalb einer m23-Umgebung zu betreiben, entfernt nun auch Zeilen aus der sources.list. Die Routinen, die erkennen, ob m23-Server und -Client in einer CloudStack-Umgebung ausgeführt werden, sollten nun zuverlässiger arbeiten und sich nicht mehr von Routern austricksen lassen, die auf beliebige HTTP-Anfragen antworten. Die Funktion zum Auflösen der Bibliotheksabhängigkeiten beim Bau von Bootmedien arbeitet nun mit einer Datenbank, die angelegt wird, wenn die CPU- und Zielarchitektur identisch sind. Unterscheiden sich CPU- und Zielarchitektur, wird die Datenbank wieder geladen und benötigte Bibliotheken eingebunden. So kann (hoffentlich) sichergestellt werden, daß alle Abhängigkeiten automatisch ermittelt werden, was bei abweichenden Architekturen vorher nur durch händisches Eintragen von benötigten Bibliotheken möglich war.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Achtung: Paketquellenserver für m23-spezifische Pakete ist jetzt "deb http://m23inst.goos-habermann.de ./". Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als Raspberry-Pi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

16.05.2018

Chemnitzer Linux-Tage 2017

Wir freuen uns, zum zweiten Mal bei den Chemnitzer Linux-Tagen (11.3. und 12.3.2017) mit einem m23-Stand dabeisein zu dürfen :-)

An unserem Stand präsentieren wir Euch m23 (live) in virtuellen Maschinen und stehen für Eure Fragen und Fachsimpeln zur Verfügung. Also kommt einfach vorbei, wenn Ihr schon immer wissen wolltet, warum Ihr unbedingt m23 in Eurem Unternehmen/Organisation/etc. benötigt ;-)
Bei ausreichendem Standplatz bringen wir auch wieder unser Tux-Droid-Quiz (Video anschauen auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=j2TeivPwwGY) mit, bei dem Ihr Euer Wissen über Linux, m23 und Pinguine beweisen könnt.
Vielleicht ist dann sogar schon m23 rock 17.2 (u.a. mit Unterstützung für Debian 9) fertig :-)

Verpaßt auch nicht die T-Shirt-Verlosung an beiden Abenden, die getDigital zur Verfügung gestellt hat.

Workshop: Inkscape für Einsteiger

Workshop

Am Samstag (11. März 2017) habt Ihr zudem die Möglichkeit, beim Workshop "Inkscape für Einsteiger" mitmachen. Da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bereitsteht, solltet Ihr Euch möglichst schnell anmelden ;-) Der Anmeldeschluß ist am 8.03.2015.
Weitere Informationen (Raum, etc.), erwünschte Vorkenntnisse: und die Anmeldung findet Ihr unter Inkscape für Einsteiger.

Viel Spaß und vielleicht bis dann in Chemnitz!