25.05.2022
Desktops von Ubuntu 22.04
Desktops von Ubuntu 22.04

Neu in m23 22.1 ist die Unterstützung für das kürzlich erschienene Ubuntu 22.04 "Jammy Jellyfish" LTS als zusätzliche m23-Client-Plattform (inklusive 6 vorkonfigurierter Desktopumgebungen), sowie Linux Mint 20.3 "Una" mit 3 vorkonfigurierten Desktopumgebungen. Als weitere m23-Server-Plattform kann nun Debian 11 "Bullseye" verwendet werden. Daneben gibt es sehr viele kleine Änderungen, Verbesserungen und Aktualisierungen.

Ubuntu 22.04 und Linux Mint 20.3 für m23-Clients, Debian 11 für m23-Server

Ab dieser Version unterstützt m23 auch Ubuntu 22.04 LTS als zusätzliche Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind gleich 6 vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Ubuntu-Desktop (auf Gnome-basierend), LXQt, Budgie, KDE und Xfce. Erstmals entfernt m23 snapd nicht, da manche Standardsoftware, wie z.B. Firefox, durch Canonical nicht mehr als normales Paket angeboten wird.
Zusätzlich unterstützt m23 auch Linux Mint 20.3 als weitere Clientdistribution. Hier gibt es drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Cinnamon und Xfce.
Und zuguterletzt kann die m23-Serversoftware nun auch auf Debian 11 installiert werden.

Weiternutzung eines Kundenprojektes

Während der Entwicklung eines Kundenprojektes für einen Schulverbund entstanden viele maßgeschneiderte Funktionen, die nur innerhalb dieses Projektes verwendet werden bzw. im Laufe der Entwicklung wieder "aussortiert" wurden.
Diese Funktionen sind innerhalb der m23-API verfügbar und können – dank des OpenSource-Ansatzes von m23 – in einer der kommenden m23-Versionen an anderen Stellen verwendet werden. Auch ist es denkbar, diese – auch außerhalb von Schulen (z.B. in Eurem Unternehmen oder Eurer Organisation) – weiterzunutzen.
Neben sehr vielen Funktionen, die nur innerhalb des Projektes relevant sind, gibt es auch einige, die für die m23-Nutzer interessant sein dürften:

  • Die MAC-Adressen von in m23-Clients vorhandenen WLAN-Karten werden nun an den m23-Server übertragen.
  • Über das neue Skript mkDebCustomSettings.sh kann ein Paket erstellt werden, das Einstellungen des aktuellen m23-Servers beinhaltet, um dieses anschließend auf einem anderen m23-Server zu importieren. Hierbei werden /m23/data+scripts/extraDebs/*.deb, /m23/inc/schoolInfoConf.php, /m23/inc/schoolConfig.php, /m23/m23customPatch/*.m23custom, Paketzusammenstellungen und Nicht-Standard-Paketquellelisten im/exportiert.
  • Ein Aufruf von /m23/bin/m23cli.php indexAndSignExtraDebs erstellt die Repository-Struktur inklusive GPG-Signaturen unter /m23/data+scripts/extraDebs neu, was unter anderem durch mkDebCustomSettings.sh verwendet wird.
Ausblick: Innerhalb des Kundenprojektes entsteht derzeit eine Funktion unter dem Namen "Deploy + Transfer", mit der es möglich sein wird, m23-Clients in einem lokalen Netzwerk zu installieren (deploy) und diese so vorzubereiten, daß diese an einen anderen Standort gebracht (transfer) und dort automatisch an einen lokalen m23-Server angebunden werden können. Inwiefern und ob sich diese Funktionalität so von dem Kundenprojekt lösen läßt, daß sie auch für die Allgemeinheit nützlich ist, wird sich in einer der nächsten m23-Versionen zeigen.

Aktualisierungen

Der Linux-Kernel der m23-Bootmedien (Client-Netzwerkboot per PXE und ISO, sowie das m23-Server-Installations-ISO) wurde auf Version 5.10.113 und der Softwarestand auf Debian 11 angehoben. Bei der Aktualisierung mußte auch die initrd auf 256 MB vergrößert werden, was bei heutigen RAM-Größen aber kein Problem sein dürfte. Neben dem Hinzufügen von Debian 10 und 11 wurde Debian 9 entfernt und durch Abhängigkeiten ergänzt, damit das Bauen der Bootmedien auch unter Debian 11 funktioniert.

Weitere Änderungen, Verbesserungen, Korrekturen und Kleinigkeiten

Natürlich gibt es auch wieder einige kleinere und größere Verbesserungen und Korrekturen. Die komplette Liste aller Änderungen findet Ihr im Changelog.

  • Unter UCS sollte das sporadisch auftretende Einfrieren der m23-Oberfläche nun der Vergangenheit angehören.
  • Obwohl es voraussichtlich ab dem 20.6.22 keine Sicherheitsaktualisierungen für Debian 9 mehr geben wird, gibt es noch einen Workaround für m23-Server, die noch Debian 9 verwenden, damit m23-Clients mit Ubuntu 22.04 LDAP zur Benutzerauthentifizierung verwenden können.
  • Vor dem Anwenden eines m23-Custom-Patches wird nun bei jedem m23-Update die Sicherheitskopie der Originaldatei durch die neue Version ersetzt, sodaß es nicht mehr zu einem Anhäufen von Sicherheitskopien kommt. Durch das neue applyAllm23CustomPatches-Skript werden alle m23-Custom-Patches, die unter /m23/m23customPatch abgelegt sind, auch unabhängig vom Aktualisieren des m23-Paketes, angewendet.
  • m23-Clients, die durch m23 mit einem FreeIPA-Server verbunden werden, erhalten nun automatisch ein Client-Zertifikat. Zudem wird beim ersten Anmelden automatisch das Heimatverzeichnis eines Benutzers angelegt, wenn es noch nicht existieren sollte.
  • Das m23-Server-Raspberry-Pi-Image verwendet als Basis nun Debian 11 in der ARM64-Version statt Raspberry Pi OS, da es unter Raspberry Pi OS Netzwerkfehler gab, die sich nicht schnell beheben ließen. Daher braucht Ihr nun zwingend einen 64-Bit-Raspberry-Pi (ab 2 Mod. B v1.2).
  • Der PHP-Code wurde an die PHP-7.4-Syntax angepaßt. So werden statt geschweifter nun eckige Klammern für den Zugriff auf einzelne Buchstaben einen Strings verwendet. Auch wird nun an vielen Stellen die Existenz eines Array-Elementes oder einer Variablen überprüft, bevor ein Zugriff stattfindet.
  • Unter UCS werden nun Symlinks auf das m23-Benutzerhandbuch und den m23 development guide angelegt, damit diese über die m23-Weboberfläche geöffnet werden können.
  • Die MariaDB-Datenbankstruktur des m23-Servers wurde so angepaßt, daß nur noch MyISAM-Tabellen verwendet werden und alle Felder einen Standardwert besitzen.
  • Pakete, die als Abhängigkeit von m23 installiert werden (z.B. diverse PHP-Pakete), werden nun als generisches Paket ohne Versionsangabe (z.B. php-bz2 statt php7.4-bz2) installiert. Dies führt dazu, daß immer das neuste Paket der jeweiligen Distribution installiert wird und sorgt für eine vereinfachte Aktualisierung der zugrundeliegenden Distribution bei einem Wechsel der Major-Version. Durch Anpassungen in der integrierten Update-Funktion sollte nun (in den meisten Fällen) das Aktualisieren auf Debian 11 vereinfacht werden. Ihr solltet aber auf jeden Fall einen Blick in den Installationsleitfaden und das dort verlinkte Skript (das Ihr vor dem Ausführen natürlich gründlich prüft) werfen. Denkt auch an das Anfertigen eines Backups Eures m23-Servers vor dem Aktualisieren.
  • An einigen Stellen wurde nicht mehr benötigter Code (z.B. Workarounds für Debian 3.0 oder das Installieren eines KDE-3.x-Startbildschimes unter aktuellen KDE-Versionen) entfernt.
  • Kleinere Anpassungen gab es bei m23-autoTest, dem Framework zum automatisierten Testen von m23-Funktionen innerhalb einer virtuellen Testumgebung: Nun können m23-Server auf Basis von Debian 11 (32- und 64-Bit) mit komplettem Funktionsumfang getestet werden. Auch wird nun einer entfernten grafische X-Sitzung zum Anzeigen der VirtualBox-Fenster der Vorrang gegeben. Dies ist besonders praktisch, wenn man sich per X2go auf dem Virtualisierungsrechner einloggt hat und dort schon eine lokale Xorg-Sitzung läuft.
  • Die m23-API-Funktionen zum Editieren von Textdateien auf m23-Clients können nun auch Reguläre Ausdrücke bearbeiten.
  • m23 (Weboberfläche, Skriptgenerierung, etc.) und das MDK (m23 development kit, Entwicklungswerkzeuge von m23) sind nun auf GitLab umgezogen und lösen damit die Respositorys auf SourceForge und GitHub ab.

Videos zum Thema

Ankündigung in der Community-Video-Serie "Nicht der Weisheit letzter Schluß":

Hier findet Ihr Videos zu den m23-Grundlagen:

m23-App für Univention Corporate Server

Die m23-App für UCS 5.0 wird in Kürze (falls dies zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels noch nicht geschehen ist) ebenfalls freigegeben.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als UCS-App, als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als RaspberryPi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

28.02.2022
chemnitzer.linux-tage.de
chemnitzer.linux-tage.de

Bei den diesjährigen Chemnitzer Linux-Tagen, die wieder als reine Onlineveranstaltung stattfinden, bin ich bzw. das m23-Projekt mit einem virtuellen Stand am 12.+13.3.2022 im Workadventure des CLT (Zugangsinformationen werden auf der CLT-Seite zu gegebener Zeit veröffentlicht) präsent und freue mich über Besucher, die Fragen zu m23 haben.

Neben m23 geht es auch um meine Community-Video-Serie "Nicht der Weisheit letzter Schluß", in der ich Themen vorstelle, womit ich mich im OpenSource- und Linux-Bereich beruflich, ehrenamtlich und privat beschäftige und den wöchentlichen Livestream: Jean und Hauke Show von Jean und mir.

Und dieses Jahr "stehe" ich nicht allein am Gemeinschaftsstand, sondern zusammen mit Jean (Linux Guides), der seinen Zug-Simulator "Libre TrainSim" und die Godot Spiele-Engine vorstellt.

Viel Spaß und bis dann :-)

23.08.2021
Desktops von Debian 11
Desktops von Debian 11

Neu in m23 21.1 ist die Unterstützung für das kürzlich erschienene Debian 11 Bullseye als zusätzliche Client-Plattform (inklusive 6 vorkonfigurierter Desktopumgebungen) sowie Linux Mint 20.2 Uma mit 3 vorkonfigurierten Desktopumgebungen. Neben den offensichtlichen Neuerungen gab es wieder viele Änderungen und Verbesserungen "unter der Haube", so z.B. die Möglichkeit, einen FreeIPA-Server mit einem m23-Server zu verknüpfen, um eine Reihe von FreeIPA-Funktionalitäten (z.B. Benutzerauthentifizierung, Kerberos, Rollen oder Abgleich von Benutzergruppen) zu nutzen.

Debian 11 Bullseye

Bei m23-Clients mit Debian 11 gibt es neben vielen aktualisierten Softwarepaketen erneut die bekannte Fülle an installierbaren Desktopumgebungen: Mate (optional in minimaler Variante mit nur unbedingt nötigen Paketen), Cinnamon, Gnome, KDE, LXDE und Xfce. Mit m23 könnt Ihr die Clients als 64- und 32-Bit-Variante – unabhängig vom Desktop – installieren.

Linux Mint 20.2 Uma

Zusätzlich unterstützt m23 auch Linux Mint 20.2 Uma als weitere Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Hier gibt es drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Cinnamon und Xfce.

FreeIPA

Neben der Unterstützung für die beiden neuen Distributionen ist die Möglichkeit, FreeIPA zusammen mit m23 zu verwenden, die größte Neuerung. Über einen neuen Dialog kann ein FreeIPA-Server mit dem m23-Server verknüpft werden.
Wird FreeIPA bei einem m23-Client verwendet, so wird dieser an FreeIPA angebunden, was eine Reihe von FreeIPA-Funktionalitäten (z.B. Benutzerauthentifizierung, Kerberos, Rollen oder Abgleich von Benutzergruppen) mitsichbringt. Der m23-Server greift dann ebenfalls auf die Daten eines FreeIPA-Servers zu, um auf diesem Benutzer, Gruppen, Rechner (Hosts) und DNS-Einträge anzulegen und Informationen auszulesen (wie z.B. die in FreeIPA verwendeten IP-Adressen). Beim Löschen eines m23-Clients werden die entsprechenden Einträge vom FreeIPA-Server wieder entfernt.

Weiternutzung eines Kundenprojektes

Während der Entwicklung eines Kundenprojektes für einen Schulverbund entstanden viele maßgeschneiderte Funktionen, die nur innerhalb dieses Projektes verwendet werden bzw. im Laufe der Entwicklung wieder "aussortiert" wurden.
Diese Funktionen sind innerhalb der m23-API verfügbar und können – dank des OpenSource-Ansatzes von m23 – in einer der kommenden m23-Versionen an anderen Stellen verwendet werden. Auch ist es denkbar, diese – auch außerhalb von Schulen (z.B. in Eurem Unternehmen oder Eurer Organisation) – weiterzunutzen.
Möglich wäre z.B. die Integration von FusionDirectory, das automatische Anlegen von Organisationsstrukturen im LDAP, Verwendung von Kerberos außerhalb von FreeIPA oder ein Client-Schnellhinzufügen-Dialog, bei dem alle nötigen Informationen (u.a. Benutzerkonto, Linux-Kernel, Distribution oder Desktop) auf einer Seite eingegeben werden. Der m23-Client würde mit diesen Informationen die komplette Installation (dank automatischer Partitionierung und Formatierung) ohne weitere Interaktion durchführen.

Desktops von Linux Mint 20.2
Desktops von Linux Mint 20.2

m23-autoTest

m23-autoTest, das Framework zum automatisierten Testen von m23-Funktionen, wurde an vielen Stellen verbessert (z.B. die Texterkennung mit der die Bildschirminhalte der virtuellen m23-Testclients überprüft werden) und ist nun kompatibel zu VirtualBox 6.x. Bei der Überarbeitung wurde Kompatibilitätscode zu den alten VirtualBox-Versionen 2 und 3 entfernt und die XML-Testfalldateien angepaßt.

Weitere Änderungen und Kleinigkeiten

  • Die Unterstützung für ein paar veraltete Distributionen (Ubuntu 16.04, LinuxMint 18 und 18.1, Ubuntu < 14.04 und Debian 6.0) wurde aus m23 entfernt.
  • Das CloudStack-Icon wurde aus dem Server-Einstellungsdialog ausgeblendet. Die dazugehörigen m23-Funktionen bleiben weiterhin vorhanden, damit sie bei einer möglichen Reaktivierung der CloudStack-Integration verwendet werden können.
  • m23 verwendet nun den DNS-Server von OpenNIC als Voreinstellung im m23-Serverinstallations-ISO und als Vorschlag für m23-Clients, wenn kein primärer DNS-Server gefunden wurde.
  • Alle auf einem m23-Client eingeloggten Benutzer können diesen nun herunterfahren und alle Mitglieder der Gruppe "m23sudo" können Programme via sudo mit root-Rechten ausführen.
  • Das Raspberry-Pi-SD-Kartenabbild verwendet nun Raspberry Pi OS vom 7.5.2021, wodurch es kompatibel zum Raspberry Pi 400 ist.
  • Mit /m23/bin/phpDebug kann das PHP-Debugging aktiviert werden, um Fehlermeldungen und Warnungen direkt im Webbrowser anzuzeigen.

Korrekturen und Codeverbesserungen

Natürlich gab es auch wieder einige Korrekturen. So wird nun der cron-Job, der alte Paketquellenindexdateien löscht, beim Deinstallieren des m23-Paketes entfernt. In mehreren m23-Funktionen wurden Rückgabewerte korrigiert und fehlende Anhängigkeiten eingebunden.

Videos zum Thema

Ankündigung in der Community-Video-Serie "Nicht der Weisheit letzter Schluß":

Hier findet Ihr Videos zu den m23-Grundlagen:

m23-App für Univention Corporate Server

Die m23-App für UCS 5.0 wird in Kürze (falls dies zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels noch nicht geschehen ist) ebenfalls freigegeben. Die Unterstützung für UCS 4.4 fällt ab dieser m23-Version weg.

Downloads / Update

Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als UCS-App, als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als RaspberryPi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

30.07.2020

Nach langer Entwicklungszeit und diversen Kundenprojekten erscheint m23 20.1, welches sehr viele Änderungen und Neuerungen mit sich bringt. Neu ist die Unterstützung für Ubuntu 20.04 LTS "Focal Fossa" und das darauf aufbauende Linux Mint 20 "Ulyana" als zusätzliche m23-Clientdistributionen. Mit dabei sind natürlich wieder die jeweiligen bekannten vorkonfigurierten Desktopumgebungen. Ausgebaut wurden die Monitoringfunktionen und die Hardwareunterstützung und natürlich gab es auch wieder eine Reihe von kleineren Anpassungen und Verbesserungen.

Desktops von Ubuntu 20.04
Desktops von Ubuntu 20.04

Ubuntu 20.04 LTS "Focal Fossa"

Ab dieser Version unterstützt m23 auch Ubuntu 20.04 LTS als zusätzliche Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind gleich 6 vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Ubuntu-Desktop (auf Gnome-3-basierend), LXDE, Budgie, KDE und Xfce. m23 führt an Ubuntu nur kleinere Änderungen, wie das Entfernen von snapd, durch. Mit m23 können Ubuntu-20.04-Clients nur in 64-Bit installiert werden, da es von Canonical keine offizielle 32-Bit-Unterstützung mehr gibt.

Monitoring und konfigurierbare m23-Oberfläche

m23 gewann innerhalb eines Kundenprojektes viele zusätzliche Monitoring- und Oberflächenoptionen hinzu, die über die Server-Konfiguration innerhalb der m23-Weboberfläche (de)aktiviert und deren Parameter konfiguriert werden können:

  • In der Clientübersicht kennt der Onlinestatus nun drei Zustände: "Rechner ausgeschaltet", "Rechner läuft: Keine Verbindung über SSH und HTTPS" und "Rechner läuft: Kommunikation per SSH und HTTPS aktiv".
  • Zudem können der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung und ob Neustarts oder Aufträge über einen längeren Zeitraum nicht ausgeführt wurden aufgelistet werden.
  • In die Datenbanktabelle "clientreporting" werden zyklisch – durch das Monitoring gewonnene Informationen – über die m23-Clients eingetragen und veraltete Einträge wieder entfernt. Erfaßt werden der Name des m23-Clients, die Anzahl der Pakete auf dem Client, Online-, Aktualisierungs- und Neustartstatus, sowie der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung.
  • Bei den Clientaufträgen kann bei jedem Auftrag die Laufzeit angegeben werden.
  • Im Statusbereich des Menüs werden nun (neben kritischen Clients) auch m23-Clients mit verspätetem Neustart oder verspäteter Auftragsausführung angezeigt (wenn es diese gibt). Neu ist auch, daß die Gruppen angegeben werden, in denen sich diese Clients befinden.
  • Gruppeneinstellungen

    m23 führt mit dieser Version gruppenbezogene Optionen ein. Die Gruppenoptionen sind ein Mittelweg zwischen globalen und clientbezogenen Einstellungen. Aktuell wird diese Möglichkeit genutzt, um Clients innerhalb einer Gruppe automatisch neustarten zu lassen, wenn ein neu installiertes oder ein aktualisiertes Paket einen Systemneustart anfordert.

    Netzwerkkonfiguration

    Beim Installieren der m23-Serversoftware über das ISO oder über die Debian-Pakete werden nun die Netzwerkeinstellungen (IP-Adresse, Gateway, DNS-Server, etc.) überprüft. Sollten diese als ungültig erkannt werden, so fordern Dialoge zur Eingabe von korrekten Werten auf. Die eigentliche Netzwerkkonfiguration wird hierbei nicht angetastet, sondern nur, wie der m23-Server seine eigenen Netzwerkeinstellungen sieht und an die m23-Clients übermittelt. Auch können im späteren Betrieb diese Netzwerkeinstellungen gezielt geändert werden. So ist es nun z.B. möglich, den m23-Server in einem anderen Netzwerk als die m23-Clients zu betreiben und den m23-Clients den FQDN des m23-Servers mitzuteilen, über den der m23-Server erreichbar ist. Das erstellte SSL-Zertifikat, das zur Sicherung der Kommunikation zwischen Webbrowser und m23-Oberfläche sowie m23-Server und m23-Clients verwendet wird, kann nun auch den FQDN (ggf. zuzüglich einer IP-Adresse) einschließen.

    Suchfilter
    Suchfilter

    Filterbasierte Suche

    Neu ist auch die filterbasierte Suchfunktion in der Client-Übersicht, bei der Ihr die gewünschten Eigenschaften (z.B. Clientname, IP-Adresse, Zeitpunkt der letzten Änderung) nebst Bedingungen (z.B. Client-ID größer als 1000) auswählt. In der Übersicht werden nur diejenigen Clients angezeigt, die diese Kriterien erfüllen. Sie können hierbei mehrere Filterregeln definieren und zudem die Sortierreihenfolge der Clients festlegen.

    Hardwareunterstützung

    Der Linux-Kernel, der für die Client-(Netzwerk)bootmedien und das m23-Serverinstallations-ISO verwendet wird, wurde auf 5.4.34 aktualisiert und ist nun so konfiguriert, daß die (virtuellen) Grafikkarten von VirtualBox, Proxmox, sowie von einiger Hardware, bei der dies bislang nicht funktionierte, im UEFI-Modus Statusausgaben zum Installationsfortschritt anzeigen. Hierbei wurde auch das Anzeigen des grafischen Kernel-Logos deaktiviert, da dieses zu einer fehlerhaft dargestellten Konsole im Framebuffermodus führen kann. Zusätzlich wurden weitere Kernel-Module aktiviert, um die Hardwareunterstützung während der Installationsphase zu erweitern.

    Desktops von Linux Mint 20
    Desktops von Linux Mint 20

    Linux Mint 20 "Ulyana"

    Zusätzlich zu Ubuntu 20.04 unterstützt m23 auch Linux Mint 20 "Ulyana" als zusätzliche Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Cinnamon und Xfce. Wie auch bei Ubuntu 20.04, können die Clients nur noch als 64-Bit-Variante installiert werden.

    Weitere Änderungen und Kleinigkeiten

    • Die Proxysoftware Squid, die jahrelang zum Zwischenspeichern von Debian-Paketen auf dem m23-Server verwendet wurde, wurde von APT-Cacher NG abgelöst. APT-Cacher NG war zwar bereits vorher von der m23-UCS-App verwendet worden, kommt nun aber auf allem m23-Server-Plattformen zum Einsatz. Beim Aktualisieren eines m23-Servers wird Squid deaktiviert, APT-Cacher NG installiert und für das Paketzwischenspeichern konfiguriert.
    • Die Paketquellenliste für Debian 8 Jessie wurde entfernt. Ab dieser m23-Version können keine Debian-8-m23-Clients mehr installiert werden.
    • Mit Eingabe von "m23quit" in eines der Dialogfenster des m23-Serverinstallationsprogramms kann dieses nun verlassen werden, um eine root-Konsole zu erhalten.
    • Einige Schlüsselworte, die zum Erkennen des Client-Status' mittels Texterkennung während einer m23-autoTest-gesteuerten Installation verwendet wurden, mußten an die geänderten (UEFI-)Textmodus-Auflösungen angepaßt werden, um wieder zuverlässig zu funktionieren.
    • Im Wiederherstellendialog wird nun der Clientname in der Überschrift angegeben.
    • Das MDK (m23 development kit) verwendet zum Kompilieren des Linux-Kernels nun alle zur Verfügung stehenden CPUs.
    • haveged, welches zum Füllen des Pools mit Pseudozufallszahlen genutzt wird, wird nun nach einger Zeit gestoppt, um die CPU-Auslastung zu reduzieren.
    • Die standardmäßige Aufnahme der Paketquelle, die auf dem m23-Server liegt, in die Paketquellenliste der m23-Clients kann nun deaktiviert werden.
    • Eine bestehende EFI-Boot-Partition wird nun nicht mehr durch m23 gelöscht, was es ermöglicht, mehrere Betriebssysteme auf m23-Clients gleichzeitig installiert zu haben. Eine durch m23 installierte Distribution sollte andere Betriebssysteme automatisch erkennen und in das grub-Bootmenü aufnehmen.
    • Die Installation und Konfiguration des X2Go-Servers auf m23-Clients funktioniert nun auch für Ubuntu 18.04 und 20.04.
    • phpMyAdmin wurde auf die Version 4.9.5 aktualisiert.

    Korrekturen und Codeverbesserungen

    • Die Rückgängig-Funktion im Partitionen- und Formatieren-Dialog funktioniert nun erwartungsgemäß.
    • Beim Speichern und Laden von Voreinstellungen werden nun alle Werte erfaßt. Vorher fehlten z.B. die mitzuinstallierenden Paketzusammenstellungen.
    • Neben den eigentlichen Korrekturen am Quelltext gab es auch eine Reihe von Qualitätsverbesserungen. So wurden viele Variablen und Arrays mit Standardwerten vorbelegt und vor einem Zugriff auf Arrayelemente überprüft, ob diese vorhanden sind. Im Zuge dieser Verbesserungen wurden auch Typenfehler korrigiert, veraltete PHP-Funktionen ersetzt, sowie (einige) Dopplungen entfernt.

    m23-App für Univention Corporate Server

    Die m23-App für UCS 4.4 wird in Kürze (falls dies zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels noch nicht geschehen ist) ebenfalls freigegeben. Die Unterstützung für UCS 4.3 fällt ab dieser m23-Version weg.

    Downloads / Update

    Die neue Version ist als Update über die m23-Oberfläche, via APT (Einrichtung wie im Installationsleitfaden beschrieben), als UCS-App, als ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, als vorinstallierte virtuelle Maschine oder als RaspberryPi-Image-Datei (die drei letzteren in der Downloadsektion zu finden) verfügbar.

23.07.2019

Auf m23 19.1, das sehr viele Änderungen mitbrachte und eine dementsprechend lange Entwicklungszeit hatte, folgt nun kurz darauf schon m23 19.2 mit deutlich weniger Neuerungen. m23 unterstützt nun das kürzlich erschienene Debian 10 Buster sowohl als Plattform für den m23-Server als auch für m23-Clients. Das neue auf Debian 10 basierende Raspbian für den Einplatinenrechner Raspberry Pi kann nun ebenfalls als Distribution für den m23-Server verwendet werden. Mit (der Beta von) Linux Mint 19.2 Tina stößt eine weitere Distribution zur Liste der mit m23 installierbaren Distributionen hinzu. Bei m23-Clients unter Debian 10 und Linux Mint 19.2 sind jeweils wieder die bekannten vorkonfigurierten Desktopumgebungen mit dabei. Etwas Zeit blieb auch für Korrekturen und kleinere Erweiterungen (z.B. an m23-autoTest), die meist im Zusammenhang mit Debian 10 standen.

Gnome unter Debian 10
Gnome unter Debian 10

Debian 10 Buster

Bei m23-Clients mit Debian 10 gibt es wieder die bekannte Fülle von installierbaren Desktopumgebungen: Mate (optional in minimaler Variante mit nur unbedingt nötigen Paketen), Cinnamon, Gnome, KDE, LXDE und Xfce. Mit m23 können die Clients als 64- und 32-Bit-Variante – unabhängig vom Desktop – installiert werden.

An m23 waren ein paar Anpassungen nötig, um m23-Server und -Clients kompatibel zu Debian 10 zu machen:

  • phpLDAPAdmin wird nun in einer speziellen Version ausgeliefert, die unter PHP 7.3 läuft.
  • Freie IP-Adressen werden nun auch unter 32-Bit-Systemen (wieder) korrekt vorgeschlagen und überprüft.
  • Die SSL-Zertifikate, die die Kommunikation zwischen dem m23-Server und den m23-Clients bzw. dem Administrationswebbrowser schützen, enthalten nun die IP-Adresse des m23-Server als zusätzliches Attribut, da sie ansonsten nicht von wget unter Debian 10 akzeptiert werden. Vorhandene m23-Server-Zertifikate werden beim Aktualisieren auf m23 19.2 automatisch um dieses Attribut erweitert.
  • Ähnlich verhält es sich mit der GPG-Signatur eigener Paketquellen, die nun leicht abweichend erstellt wird, um für die Debian-10-Version von APT gültig zu sein.
  • MariaDB wird nun extra konfiguriert, damit das (seit MySQL 3.23) bekannte Verhalten beim Einfügen (ohne Angabe aller Felder) von Zeilen in eine Tabelle wieder vorhanden ist.

Cinnamon unter Linux Mint 19.2
Cinnamon unter Linux Mint 19.2

Linux Mint 19.2 Tina

Ab dieser Version unterstützt m23 auch (vorläufig) das noch im Betastadium befindliche Linux Mint 19.2 Tina als zusätzliche Clientdistribution inklusive dem von anderen Distributionen bekannten Funktionsumfang. Mit dabei sind drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen: Mate, Cinnamon und Xfce. Mit m23 können die Clients als 64- und 32-Bit-Variante – unabhängig vom Desktop – installiert werden. Mit Stand vom 19.7.2019 scheint sich Linux Mint 19.2 problemlos mit m23 installieren zu lassen. Sollten nachträglich Probleme auftreten, so werden diese mit einer späteren m23-Version korrigiert.

m23-autoTest

Bei m23-autoTest, dem Framework zum automatisierten Testen von m23-Server und m23-Clients, gab es auch ein paar Änderungen:

  • Zeitüberschreitungen werden nun korrekt behandelt und führen zu Warnungen oder zum Abbruch des Tests.
  • Die neue Absturzerkennung überprüft den Bildschirminhalt einer virtuellen Maschine zyklisch auf Änderungen. Sollte innerhalb einer festgelegten Zeit keine Änderung festgestellt werden, so wird die VM als "abgestürzt" angesehen, was zum Abbruch des Tests führt.
  • Der m23-autoTest-Skriptgenerator kann nun auch gezielt Testskripte für eine einzelne Clientdistribution erstellen, bei der alle verfügbaren Desktops getestet werden.

m23-App für Univention Corporate Server

Die m23-App für UCS 4.3 und 4.4 wird in Kürze (falls dies zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels noch nicht geschehen ist) ebenfalls freigegeben.

Update

Die neue Version ist nur als Update über die m23-Oberfläche oder via APT verfügbar. Für die Neuinstallation eines m23-Servers verwendet bitte die Serverinstallationspakete oder das gewünschte Installationsmedium der Vorgängerversion. Ein neues ISO zum Erstellen eines m23-Server-Installationsmediums, eine vorinstallierte virtuelle Maschine oder eine RaspberryPi-Image-Datei gibt es dann wieder bei der nächsten m23-Version.